WIFI International begleitet Lehrlinge der Firma ALPLA zum Lehrabschluss in Mexiko

Österreichische Unternehmen sind nicht nur hierzulande auf Fachkräfte angewiesen. In Niederlassungen im Ausland ist es aufgrund unterschiedlicher oder kaum vorhandener praktischer Berufsausbildung ungleich schwieriger, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. WIFI International begleitet die Betriebe mit Bildungs-Know-how über die Grenzen, seit einigen Jahren ist auch die Lehre nach österreichischem Vorbild mit im Gepäck.

Abschlussprüfung für Lehrlinge in Mexiko

Die Vorarlberger Firma ALPLA, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Kunststoffverpackungssysteme, startete bereits 2012 in Mexiko die Lehrlingsausbildung für Metalltechnik und Kunststoffformgebung nach österreichischem Vorbild.

„Anfang September 2016 trat in Mexiko nun bereits die zweite Generation von Lehrlingen vor einer Prüfungskommission des WIFI International zur Abschlussprüfung auf Basis der österreichischen Ausbildungsverordnung für Kunststoffformgebung an“, freut sich WIFI Österreich-Kurator Markus Raml.

Bereits die erste Generation erzielte 2015 mit 3 guten Erfolgen ein sehr gutes Ergebnis. Auch 2016 bestanden alle Lehrlinge die Prüfung: das Ergebnis war mit 3 sehr guten Erfolgen und 1 guten Erfolg sehr beeindruckend.

Lehrlinge Firma Alpla auf der Werkbank

Ausblick: Prüfungen in China 2017 und Mexiko 2018

Auch in China unterstützt WIFI International die Firma ALPLA bei der Lehrlingsausbildung: Seit 2013 läuft in Shanghai mit anfänglicher Unterstützung beim Projektaufbau durch WIFI International bei ALPLA und dem oberösterreichischen Spritzgießmaschinenbauer Engel ein österreichisch-chinesisches Pilotprojekt zur Etablierung einer Lehrausbildung für die Berufe Kunststoffformgebung und Metalltechnik.

Die ersten Lehrlinge der beiden Firmen werden sich im Juni 2017 der Abschlussprüfung in Shanghai stellen und Anfang 2018 folgt bereits die 3. Generation der Lehrlinge in Mexiko.

Glückwünsche von Präsidenten Dr. Christoph Leitl

„Für das Duale Ausbildungssystem wird Österreich in vielen Ländern beneidet. Mit den beiden Projekten in Mexiko und in Shanghai, die ich beide in den Jahren 2014 und 2015 schon einmal besucht habe, hat ALPLA gezeigt, dass eine Lehrlingsausbildung auf österreichischem Niveau und damit die Sicherung der erforderlichen Fachkräfte auch an Standorten im Ausland möglich ist “, so WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl in einem Schreiben an den CEO von ALPLA, Ing. Günther Lehner.

Unter weiter: „Die Firma ALPLA hat mit der Lehrlingsausbildung nach österreichischem Vorbild in Mexiko und China zweifellos einen Meilenstein gesetzt. Dazu möchte ich Ihren Lehrlingen und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von ALPLA in Österreich und in Mexiko, die in das Lehrlingsprojekt eingebunden sind, sehr herzlich gratulieren“.

Zusammenarbeit mit WIFI International

Julian Fässler, verantwortlich für die Internationalisierung der Berufsausbildung bei ALPLA über die bisherige Zusammenarbeit mit WIFI International: „Bereits in China und nun auch in Mexiko hat die Zusammenarbeit mit WIFI International bestens und problemlos geklappt. Die Abstimmung erfolgte jeweils sehr zeitnah und unbürokratisch. WIFI ist einmal mehr ein zuverlässiger und professioneller Partner – in Österreich und international“.

Gleichhaltung mit österreichischem Lehrabschluss

Mit ihren Zeugnissen können die Lehrabsolventen nun um Gleichhaltung mit einem österreichischen Lehrabschluss ansuchen. WIFI Österreich-Institutsleiter Michael Landertshammer erklärt: „Formalrechtlich darf eine Lehrabschlussprüfung nur in Österreich stattfinden. Das nun etablierte System der Gleichhaltung ermöglicht den österreichischen Firmen, ihren Lehrlingen im Ausland einen österreichischen Lehrabschluss anzubieten. Dies macht die Duale Ausbildung in Ländern, in denen dieses praxisorientierte System noch vollkommen neu ist, bekannt und attraktiver.“