„Segel setzen, Schiff ahoi“: mit Kurs auf Transfer und Evaluierung

  • Weiterbildungstreff für 120 Key-Trainer/innen der Erwachsenenbildung
  • Keynotes von Kompetenzforscher John Erpenbeck und Emo-Didaktiker Michael Kobbeloer
  • 13 Praxis-Workshops zum Erweitern des Methodensettings


Bereits zum vierten Mal fand der zweitägige WIFI-Trainerkongress für Trainer/innen sowie Bildungs- und Personalverantwortliche – erstmals im Bildungshaus St. Georgen/Längsee in Kärnten - statt. Getreu dem diesjährigen Motto „Segel setzen, Schiff ahoi“ widmeten sich die Teilnehmer/innen intensiv dem Transfer von Lerninhalten in der Praxis, der Evaluierung von Trainingskonzepten und innovativen und nachhaltigen Methodensettings.

„Der WIFI-Trainerkongress ist mittlerweile ein wichtiges Weiterbildungsforum für Trainer/innen in der Erwachsenenbildung – auch über die österreichischen Grenzen hinaus. Seit mehr als vier Jahren arbeiten die WIFIs mit dem Lernmodell LENA LEbendig & NAchhaltig. Den vielfältigen Erfahrungsschatz der Trainer/innen galt es im Rahmen dieses Kongresses zu bündeln und gemeinsam weiter zu entwickeln“, freut sich Prof. Dr. Michael Landertshammer, Institutsleiter WIFI Österreich.

Kompetenzforscher Prof. Dr. John Erpenbeck sprach in seiner Key-Note über die Bedeutung der Kompetenzentwicklung: „Kompetenzen sind Fähigkeiten, selbstorganisiert – in offenen Problemsituationen, unter ungenauen oder noch gar nicht vorhandenen, selbst zu entwickelnden Zielvorgaben – kreativ zu handeln. Diese Fähigkeiten sind heute wichtiger denn je. Denn solche offenen Problemsituationen treten umso häufiger auf, je komplexer die Arbeits-, Produktions- und Distributionsprozesse, aber auch die kulturellen und politischen Prozesse werden, mit denen wir es tagtäglich zu tun haben.“

In der zweiten Key-Note zeigte Emo-Didaktiker Michael Kobbeloer auf, wie man mit Emotionen erfolgreiches Lernen steuern kann – was für ihn am erfolgreichsten im Kindergarten funktioniert. Für Kobbeloer sind Kreativität, Leidenschaft und Eigeninitiative für das Lernen von Heute bedeutend und für alle Trainer/innen und Lernbegleiter gilt es das Feuer bei den Lernenden zu entfachen.

13 ausgewählte Praxisworkshops boten den Teilnehmer/innen zudem Gelegenheit, den Wind neuer Erkenntnisse zu nutzen und innovative Methoden umgehend auszuprobieren. Hier ging es unter anderem um die Wirksamkeit von Trainings zu steuern, das limbische Gehirn für nachhaltiges Lernen zu nutzen, Spaß und Emotionen in den Trainings zu verankern oder traditionelle Körper- und Atemübungen der Shaolin zu nutzen. Der zweite Kongresstag fand trotz Regen auch draußen statt – unter anderem mit einem Outdoor-Parcours mit Pferden, der Lernen mit Naturerlebnissen verknüpft.

Erstmals wurde der WIFI-Trainerkongress auch als „Green Meeting“ vom Lebensministerium und der Kärnten Convention zertifiziert. „Wir sind stolz, dass wir den gesamten Kongress umweltgerechter organisieren konnten – beginnend bei den Shuttle-Services für Teilnehmer/innen, Präsentations-Downloads statt umfangreich gedruckter Kongress-Unterlagen bis hin zu wiederverwertbaren Materialien bei Dekoration und Vermeidung von Verpackungsmaterial“, so Kongressorganisatorin Gabriela Grassl, MAS vom WIFI Management Forum.