WIFI Österreich prämierte erstmals die innovativsten Ideen und Konzepte des digitalen Lernens: Die Preise holten Trainer:innen der WIFIs Tirol, Salzburg und Oberösterreich.

Die disruptiven Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit haben die Formate und Inhalte der beruflichen Erwachsenenbildung nachhaltig verändert. In den WIFI-Kursen und -Lehrgängen wurde bereits in der Frühphase der Pandemie auf praktikable und kreative Online-Strukturen gesetzt, wodurch die Teilnehmenden trotz plötzlicher Distanz-Lehre erfolgreich bis zum Abschluss begleitet werden konnten.

Um die virtuellen Lehrangebote langfristig auf höchstem Niveau zu etablieren, rief das WIFI erstmals zum „Content Contest“ auf: Im Rahmen eines Online-Events mit Teilnehmer:innen aus ganz Österreich wurden nun die innovativsten Trainingskonzepte aus der Welt des Blended Learning prämiert.

„Viele der neu konzipierten digitalen Lerninhalte haben sich überaus bewährt und sind mit weiteren innovativen Trainingsansätzen in die Digitale Business-Strategie der WIFIs eingegangen“, sagt Tatjana Baborek, Institutsleiterin WIFI Österreich. Sie ist erfreut über die hohe Qualität der Einreichungen: „Der neu geschaffene WIFI Content Contest ordnet sich in unsere Vision ein, Österreichs Nummer Eins im Blended Learning zu werden.“

Wettbewerb im Zeichen der Innovationskraft

Der WIFI Content Contest wurde im Vorjahr initiiert und richtet sich an WIFI-Trainer:innen aus allen Bereichen der Fachkräfteausbildung. Sie waren dazu aufgerufen, die herausragendsten virtuellen Weiterbildungskonzepte einzureichen. „Ob didaktisch maßgeschneiderte Lernvideos und Lernstrecken, integrierte Lösungen oder völlig neue Formate des digitalen Lernens: die Innovationskraft unserer Trainer:innen aus der beruflichen Praxis ist enorm. Sie sind es, die mit fachlich wie didaktisch am Puls der Zeit aufbereitetem Content im Zentrum der WIFI-Lernangebote stehen. Mit dieser Prämierung holen wir ihre vorbildhaften Gestaltungsimpulse und ihre wegweisenden Ansätze vor den Vorhang“, hebt WIFI Österreich-Kurator Markus Raml die Intention des Content Contests hervor.

Preisgekrönte Konzepte im Überblick

Aus einer Vielzahl an Einreichungen wurden schlussendlich elf Projekte für den Preis nominiert und in Folge umfassend von einer Fachjury bewertet. Auf allen Ebenen überzeugen konnte dabei die Trainerin Lisa Schamschula vom WIFI Tirol für ihr progressives Blended-Learning-Konzept „Creative Grafik mit Affinity“, das auf den Umgang mit den kostengünstigen, aber sehr professionellen Affinity-Layout-Programmen ausgelegt ist. Der Trainingszugang vereint Selbstlerneinheiten, Übungen und Social-Learning gekonnt mit analogen Einheiten durch die Trainerin zu einem integrativen Gesamtkonzept.
Den zweiten Platz holte die am WIFI Salzburg tätige Trainerin Valentina Eder für die Entwicklung von einheitlich, kompakt und übersichtlich aufgebauten Lernstrecken für die Berufsreifeprüfung. Diese bereichern bestehende Strukturen durch Video-Theorie, Übungsanalyse und ein Quiz-Format. 
Die „LAP Werkstatt“ – ein zielgruppengerechtes On-Demand-Training für die Lehrabschlussprüfung – des Trainers Thomas Ritter, der am WIFI Salzburg tätig ist, belegte den dritten Platz. Das integrierte Konzept überzeugte unter anderem aufgrund seiner Übertragbarkeit auf alle Lehrberufe.
Nach Oberösterreich ging der Innovationspreis: Daniela Kraincic und Johannes Dünstinger punkteten in dieser Kategorie mit ihrem dreistufigen Konzept „Lernen erleben - E-Mail-Marketing-Automation in Unternehmen“, das einen idealen Methoden-Mix aus Visualisierung, Storytelling und Gamification in die berufsbezogene Erwachsenenbildung transferiert. 

Nächster Schritt − österreichweites Angebot

Die Innovationskraft der ausgezeichneten Trainer:innen wird nicht nur mit einer Prämie belohnt, im nächsten Schritt sollen ihre Konzepte im Zuge von österreichweiten WIFI-Bildungsangeboten zum Einsatz gebracht werden. „Ob im digitalen und im analogen Bereich, unsere hoch engagierten Trainer:innen leisten als Lernbegleiter:innen, Contentproduzent:innen und Ideengeber:innen einen wesentlichen Beitrag, die berufliche Aus- und Weiterbildung in ein neues Zeitalter zu begleiten, das der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt optimal Rechnung trägt. Gemeinsam mit ihnen möchten wir uns auch im Blended Learning als bester und größter nicht-staatlicher Bildungsanbieter Österreichs etablieren“, unterstreicht Tatjana Baborek die Ansprüche des WIFI.