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Vertrauen als Basis erfolgreichen Lernens
Vertrauen ist das Fundament jeder Lernbeziehung. Es schafft Orientierung, verbindet Menschen und ermöglicht, dass Weiterbildung wirkt – heute mehr denn je.
Das Wort „Vertrauen“ geht zurück auf das althochdeutsche „firtru(w)en“ bzw. „fertruen“ und das mittelhochdeutsche „vertruwen“. Es wurzelt im Stamm triuwa, der „Treue“ oder „Zuverlässigkeit“ bedeutet. Vertrauen meint also ursprünglich das „Sich-fest-auf-etwas-Stützen“ – die innere Gewissheit, dass man sich auf jemanden oder etwas verlassen kann.
Gerade in der Erwachsenenbildung ist diese Gewissheit entscheidend: Nur wer Vertrauen empfindet, ist bereit, Neues zu wagen, Gewohntes zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln.
Erwachsenenbildung als Beziehungsgestaltung
Erwachsenenbildung ist Beziehungsgestaltung. Zwischen Trainierenden und Teilnehmenden entsteht ein Lernraum, der nicht nur Kompetenzentwicklung ermöglicht, sondern auch Haltung vermittelt.
Vertrauen ist hier doppelt relevant: als Grundlage für Selbstwirksamkeit und Motivation – und als Garant dafür, dass Lernen nicht nur kurzfristig wirkt, sondern nachhaltige Veränderungen ermöglicht. Auch Selbstvertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle. Wer an die eigenen Fähigkeiten glaubt, traut sich mehr zu, probiert Neues aus und kann Lernhindernisse besser überwinden.
Erwachsenenbildung unterstützt diesen Prozess, indem sie Räume schafft, in denen Teilnehmende ihre Stärken entdecken, Erfolge erleben und so Schritt für Schritt Vertrauen in sich selbst aufbauen.
Lernen im Wandel: Hybrid, digital und menschlich
Die Weiterbildung hat sich durch Digitalisierung und neue Technologien massiv verändert. Online-Lernen ist längst etabliert, Präsenz bleibt dennoch unverzichtbar.
Laut dem WIFI-Weiterbildungsbarometer 2025 sehen sowohl Unternehmen als auch Erwerbstätige in Österreich den idealen Mix fast ident bei 50:50 zwischen Online- und Präsenzformaten. Ein Zeichen dafür, dass hybride Lernwelten das neue Normal sind – so, wie es das WIFI längst anbietet.
Auch Künstliche Intelligenz gewinnt weiter an Bedeutung: 68 Prozent der Erwerbstätigen sind überzeugt, dass KI in den kommenden Jahren als Tool in ihrem Arbeitsumfeld wichtiger wird. Doch technologische Kompetenz ist nur eine Seite der Medaille.
Vertrauen entsteht durch Kommunikation
Der „Future of Jobs Report 2025“ zeigt: Unter den Kernkompetenzen der Zukunft liegt „Empathie und aktives Zuhören“ auf Platz sieben. Gerade in einer Zeit, in der digitale Technologien immer präsenter werden, rückt das Zwischenmenschliche stärker in den Fokus. Denn Vertrauen wächst nicht aus Technik, sondern aus Begegnung.
Ein zentrales Element dabei ist Kommunikation. Laut einer Studie der Stiftung für Zukunftsfragen glauben 86 Prozent der Menschen, dass offenes und ehrliches Miteinander Vertrauen stärkt. Mit steigendem Alter nimmt dieser Glaube an eine vertrauensvolle Kommunikation zu.
Im Training bedeutet das: Kommunikation ist mehr als das gesprochene Wort. Sie umfasst Haltung, Transparenz und Authentizität. Wer ehrlich kommuniziert, schafft einen Resonanzraum, in dem Teilnehmende sich öffnen – und so echtes Lernen möglich wird.
Die drei Säulen des Vertrauens
Eric Eller, Autor des Buches „VertrauensArchitektur“, beschreibt drei Bedingungen, die für Vertrauen notwendig sind: Kompetenz, Wohlwollen und Integrität. Erst wenn alle drei erfüllt sind, kann Vertrauen systematisch wachsen.
Auch im WIFI ist dieses Dreieck gelebte Realität: Trainierende stehen für Fachkompetenz, der persönliche Austausch vermittelt Wohlwollen, und klare Qualitätsstandards sichern Integrität.
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