Sie lesen: WIENER LINIEN: Mit strategischer Weiterbildung die Mobilitätswende auf Schiene bringen
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Die Wiener Linien bewegen täglich Millionen Fahrgäste – und setzen dabei nicht nur auf moderne Infrastruktur, sondern vor allem auf die kontinuierliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter:innen. Weiterbildung ist hier kein Zusatzangebot, sondern fest in der Unternehmensstrategie verankert. Von der Ausbildung im Fahrdienst über technische Fachqualifikationen bis hin zu digitalen Lernformaten und Führungskräfteentwicklung: Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Qualität, Sicherheit und Innovationskraft langfristig zu sichern.
Wie die Wiener Linien ihre Weiterbildungsstrategie gestalten, welche Schwerpunkte aktuell im Fokus stehen und warum hybrides Lernen sowie gelebte Vielfalt entscheidende Erfolgsfaktoren sind, darüber spricht Benjamin Rödig, Leiter der Abteilung Personalentwicklung bei den Wiener Linien, im Interview.
Unsere Formate sind so vielfältig wie unser #TeamÖffiLiebe: Präsenztrainings, eLearnings und Hybrid-Modelle. Die Angebote kommen aus dem WSTW Talent Hub, der konzernweit ein breites Spektrum an Schulungen bietet, und aus unseren internen Programmen von der Personalentwicklung bis zur betrieblichen Ausbildung im Fahrdienst und den technischen Fachbereichen. Ergänzt wird das Ganze durch externe Anbieter:innen wie das WIFI. Unser Anspruch: Weiterbildung so individuell und zielgruppenorientiert wie möglich zu gestalten, damit jede:r die Chance hat, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu wirken und sein volles Potenzial zu entfalten.
Wie die Wiener Linien ihre Weiterbildungsstrategie gestalten, welche Schwerpunkte aktuell im Fokus stehen und warum hybrides Lernen sowie gelebte Vielfalt entscheidende Erfolgsfaktoren sind, darüber spricht Benjamin Rödig, Leiter der Abteilung Personalentwicklung bei den Wiener Linien, im Interview.
„Wir setzen auf Digitalisierung, Vielfalt und lebenslanges Lernen“
WIFI-Blog: Wie „funktioniert“ Weiterbildung bei den Wiener Linien?
Benjamin Rödig: Weiterbildung ist bei uns kein Extra, sondern Teil der Personalstrategie: Eng verknüpft mit dem Ziel, den Fachkräftebedarf zu decken und die Qualität im Fahrbetrieb und in der Technik zu sichern. Wir kombinieren verpflichtende Schulungen, etwa zu Sicherheit oder Arbeitsrecht, mit individuellen Entwicklungsprogrammen.Unsere Formate sind so vielfältig wie unser #TeamÖffiLiebe: Präsenztrainings, eLearnings und Hybrid-Modelle. Die Angebote kommen aus dem WSTW Talent Hub, der konzernweit ein breites Spektrum an Schulungen bietet, und aus unseren internen Programmen von der Personalentwicklung bis zur betrieblichen Ausbildung im Fahrdienst und den technischen Fachbereichen. Ergänzt wird das Ganze durch externe Anbieter:innen wie das WIFI. Unser Anspruch: Weiterbildung so individuell und zielgruppenorientiert wie möglich zu gestalten, damit jede:r die Chance hat, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu wirken und sein volles Potenzial zu entfalten.
Die Wiener Linien arbeiten bereits seit 2014 mit dem WIFI zusammen. Wie haben sich die Wiener Linien aus Ihrer Sicht seit damals verändert?
Benjamin Rödig: Seit 2014 hat sich bei den Wiener Linien viel bewegt. Wir sind von einem klassischen Verkehrsunternehmen zu einer modernen Arbeitgeberin geworden, die auf Digitalisierung, Vielfalt und lebenslanges Lernen setzt. Der demografische Wandel hat uns gefordert und inspiriert: Mehr Ausbildungsplätze, neue Recruiting-Formate, digitale Lernangebote und eine klare Diversity-Strategie sind heute selbstverständlich.Die Zusammenarbeit mit dem WIFI ist für uns ein wichtiger Baustein in der Weiterbildungsstrategie und kommt in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Einerseits punktuell – etwa bei Fachkursen wie Schweißkursen oder der Werkmeister:innen-Ausbildung für unser Fachpersonal. Andererseits auch kontinuierlich - in der Qualifizierung unserer Ausbilder:innen im Fahrdienst und Servicedienst, mit dem Ziel einer strukturierten Wissensvermittlung und intensiven Persönlichkeitsentwicklung. Im Bereich Fahrdienst-Ausbildung setzen wir auf die Unterstützung des WIFI, unseren Lehrmitarbeiter:innen didaktische Kompetenzen für ihre Arbeit mitzugeben. Lehrmitarbeiter:innen begleiten neu ausgebildete Fahrer:innen in ihren ersten Wochen im Fahrdienst und leisten einen sehr wichtigen Beitrag, dass Theorie und Praxis noch besser ineinandergreifen. Im Servicedienst arbeiten wir aktuell gemeinsam an der Weiterentwicklung der Ausbildung für Sicherheits- und Servicedienstmitarbeiter:innen sowie Kontrollorgane. Dabei steht die Verankerung von Kund:innenorientierung im Mittelpunkt, um unser Personal bestmöglich für den Umgang mit den Bedürfnissen unserer Fahrgäste fit zu machen.
Unsere Weiterbildungsstrategie hat sich seit 2014 stark weiterentwickelt. Wir arbeiten immer mehr an der Vernetzung unserer Ausbildungsbereiche, um Synergien in den unterschiedlichen Ausbildungsbereichen der Wiener Linien zu nutzen, gemeinsame Standards weiterzuentwickeln und voneinander zu lernen. Zu diesem Zweck wurde die "Wiener Linien-Academy” gegründet. Ein Gremium, das bereichsübergreifend zusammenarbeitet und eine Ausbildung sicherstellt, die sich an den Anforderungen der Stadt orientiert und nachhaltig zur Sicherheit der Menschen in Wien beiträgt.
Wo liegen gegenwärtig die Schwerpunkte in der Aus- und Weiterbildung des Unternehmens?
Benjamin Rödig: Unsere Schwerpunkte? Ganz klar: Fachkräfte für Fahrdienst und Werkstätte, Lehrlingsausbildung und Frauenförderung speziell in technischen Berufen. Wir setzen auf digitale Lernangebote, stärken Data Literacy und entwickeln Talente weiter. Ein neues Führungsleitbild mit klaren Werten ist ebenso Teil unserer Reise wie die Themen Nachhaltigkeit, Diversity und Inklusion. Denn wir glauben: Wer sich wohlfühlt, kann sein Potenzial entfalten und Verantwortung übernehmen.Was sind die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Weiterbildungsmaßnahmen?
Benjamin Rödig: Das #TeamÖffiLiebe ist so vielfältig wie Wien selbst: Rund 60 Nationen, 35 Sprachen, unterschiedliche Generationen und Perspektiven. Diese Vielfalt macht uns stark und bringt manchmal auch Herausforderungen mit sich. Unterschiedliche Lerngewohnheiten treffen aufeinander: Manche schätzen den direkten Austausch in Präsenz, andere bevorzugen digitale Formate.Dazu kommen der demografische Wandel und die bevorstehende Pensionierungswelle: Know-how sichern und neue Kolleg:innen schnell einzuarbeiten, ist entscheidend. Weitere Themen sind die Förderung von Frauen in technischen Berufen, Sprachtrainings für Mitarbeiter:innen mit geringen Deutschkenntnissen und das Sichtbarmachen von internen Karriereperspektiven.
Wir setzen dabei stets auf Respekt, Zusammenarbeit und gelebte Vielfalt, weil wir überzeugt sind: Gemeinsam bewegen wir mehr.
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Alle Kurse„eLearning ist ein wichtiger Bestandteil moderner Weiterbildung“
Welchen Stellenwert hat eLearning in der Weiterbildung der Wiener Linien, und in welchen Bereichen braucht es Präsenz?
Benjamin Rödig: Unsere eLearning Expert:innen entwickeln hochwertige digitale Lernangebote, die sehr erfolgreich genutzt und laufend weiter ausgebaut werden. Speziell in der betrieblichen Ausbildung setzen wir seit 2018 konsequent auf Blended Learning, also die Kombination aus Online-Elementen und Präsenzphasen.Trotz des zunehmenden Einsatzes digitaler Tools bleibt Präsenz in vielen Ausbildungssituationen unverzichtbar – insbesondere dort, wo praktische Fertigkeiten, technische Inhalte oder sicherheitsrelevante Abläufe trainiert werden müssen. Auch im Bereich der Social Skills spielt der persönliche Austausch eine wesentliche Rolle. Online-Sequenzen bieten dabei eine wertvolle Ergänzung, weil sie theoretische Grundlagen flexibel vermitteln und so mehr Raum für praxisnahes Lernen vor Ort schaffen.
Unser Fokus liegt daher klar auf hybriden Lernmodellen, die die Stärken beider Formate verbinden und Weiterbildung für unsere Mitarbeiter:innen flexibel, wirksam und nachhaltig gestalten
Apropos Lernziele: Wie werden Weiterbildungsmaßnahmen bei den Wiener Linien evaluiert?
Benjamin Rödig: Aktuell holen wir Feedback über Fragebögen und Gespräche mit Führungskräften ein. In Zukunft wollen wir den Praxistransfer noch stärker in den Mittelpunkt stellen, damit Weiterbildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern spürbar Wirkung zeigt. Unser Anspruch dabei: Transparenz, Qualität und das gemeinsame Ziel, Lernen in den Alltag zu bringen.Ein Blick in die Zukunft: Wohin soll es in der Weiterbildung der Wiener Linien gehen?
Benjamin Rödig: Lebenslanges Lernen gehört bei uns einfach dazu. Wir schaffen Lernräume, vom Lehrlingscampus bis zu modernen Ausbildungsstätten, und bauen digitale Formate weiter aus. Vielfalt und Inklusion bleiben zentrale Themen: Frauenförderung, Deutschkurse sowie interkulturelle Kompetenz für Führungskräfte. Gemeinsam bringen wir die Mobilitätswende auf Schiene Richtung nachhaltige Zukunft. Sinnvolles Tun ist für uns kein Schlagwort, sondern tägliche Praxis.Firmen-Intern-Training
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