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Lernen & Leben

Weiterbildung in der Elternteilzeit: Prioritätenbooster Kind

Die Elternteilzeit kann Zeit für Weiterentwicklung

Ein Kind verändert vieles – oft auch den Blick auf den eigenen Beruf. Die Elternteilzeit kann deshalb nicht nur eine Familienzeit sein, sondern auch eine Chance, berufliche Ziele neu zu denken, den Wiedereinstieg vorzubereiten oder sich gezielt weiterzubilden.

Ein Kind zu kriegen ist wie ein neues Leben anzufangen. Mit allem was dazu gehört: Nicht selten ändert sich der Schlafrhythmus, der Haushaltsumfang, die Paarbeziehung... und wenn dann schon alles Kopf steht, denken viele auch grundlegend über ihren Job nach. Kurzum über die Prioritäten die sie (nicht mehr) setzen möchten. 

Mütter/Väter haben die Möglichkeit einer Herabsetzung der Arbeitszeit ("Elternteilzeit"). Diese ist unabhängig davon möglich, ob zuvor Karenz in Anspruch genommen wurde. Es ist nicht zulässig, dass ein Elternteil Elternkarenz und der andere Elternteil Elternteilzeit für dasselbe Kind nimmt.

Die Mutigen gehen dabei ans Eingemachte. Sie reflektieren, ob ihre Arbeit noch sinnstiftend ist. Aber ist ein Neuerfinden zwischen Windeln, Wäscheberg und "Wie schaff ich das" umsetzbar? Immer wieder hat man Zeitkonfetti, das es einem erlaubt, über sich selbst nachzudenken. Frei nach dem Motto: Wenn schon, denn schon. 

Ein Kind lernt Fahrradfahren, während ein Erwachsener es unterstützt. Sie befinden sich im Herbst in einem Park. Beide tragen orange Oberteile und sind von gelben Blättern umgeben.

Den anderen Elternteil miteinbeziehen

Prinzipiell gilt: Während der Elternteilzeit dürfen Beschäftigte nicht nur bei ihrem bisherigen Arbeitgeber in Teilzeit arbeiten. Sie können auch eine Stelle bei einem anderen Unternehmen annehmen und auch selbstständig arbeiten

Eltern müssen ihre Arbeitszeit um mindestens 20 Prozent reduzieren. Die verbleibende Arbeitszeit muss mindestens zwölf Stunden betragen. Eine Elternteilzeit außerhalb dieser Grenzen kann die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber ablehnen. Stimmt sie/er aber zu, liegt dennoch eine geschützte Elternteilzeit vor.

Beginn, Dauer, Ausmaß und Lage einer Teilzeitbeschäftigung sind grundsätzlich zwischen Betrieb und Mitarbeitenden zu vereinbaren. Hier findest du mehr Infos

Mit einem Kind merkt man schnell, dass man nicht mehr so autonom wie früher ist. Umso wichtiger wird die beste Planung um das unterzukriegen, was man wuppen möchte. Im nächsten Schritt gilt es die Angebote zu sortieren und zu vergleichen, Förderungen abzuchecken und einen Zeitplan zur Umsetzung zu erstellen.

Nimm dir ruhig ausreichend Zeit dafür. Sprich dich mit dem Umfeld ab und nutze Beratungsstellen, wie zum Beispiel AMS oder WIFI Bildungsberatung. 

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Von zu Hause aus schlauer werden

Durch Kinder entdecken viele neue Interessen. Flexible Lernformen wie Online-Kurse, Webinare, Fach und Sprach-Apps, Podcasts und Hörbücher, VHS und Präsenzkurse, Fernstudium und Lern-Apps sind wunderbare Tools, wie man diese Aufgaben umsetzen kann.

Ein weiterer Vorteil ist das selbstbestimmte Lernen. Du allein bestimmst Tempo, Zeit und Inhalt. Und last but not least: Dein Aufwand bringt dir erhebliche Pluspunkte im Lebenslauf. Du zeigst nämlich Eigeninitiative und Lernbereitschaft. Das steigert mitunter auch die Chancen beim Wiedereinstieg.

Geld, Zeit und Unterstützung

Hast du Respekt vor den Kosten, gilt es auch hier sich vorab gut zu informieren. Es gibt diverse Förderungen von Weiterbildungen in den Bundesländern. Frage außerdem unbedingt deine Vorgesetzten. Denn auch das Unternehmen profitiert an deinen neuen Kenntnissen.

Auf jeden Fall gilt: Zeit ist kostbar, mit Kindern umso mehr. Aber mit Baby am Arm lernst du zu planen. Zum Beispiel indem du Urlaubstage zusammenlegst, falls das möglich ist, Zeitausgleich nimmst und Kinderbetreuung in Anspruch nimmt.

Lass dir helfen. Es lohnt sich und schaufelt Zeit frei. Denn, Kind hin oder her, es ist immer noch dein Leben. Und dein Job. 

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