Link kopieren
Link kopiert
Die 3 häufigsten Copilot-Stolpersteine im Arbeitsalltag
Ein Satz, den man gerne hört: „Das macht jetzt die KI“. Bis es soweit kommt, muss man als Mitarbeiter:in jedoch einiges bedenken. Unser Experte Lucas Bischof ist seit 25 Jahren in der IT zuhause. Für uns hat er drei Stolpersteine identifiziert – und uns erklärt, was man dagegen tun kann.
1. Copilot kann mehr, als die meisten wissen – aber nicht alles gleich gut
Viele Einsteiger:innen sind anfangs frustriert, weil die KI mal brillant liefert und mal überraschend wenig. Lucas Bischof kennt das aus dem Kursalltag: „Das Excel kann mal extrem gut sein und mal sehr rustikal, bis dass es gar nicht generiert wird." Das liegt nicht an der KI selbst, sondern oft an der verwendeten Variante. Die kostenfreie Version von Copilot ist schlicht begrenzt.
Was viele z.B. nicht wissen: Microsoft hat mit Designer (ehemals Create) ein eigenes Tool für hochwertige Bildgenerierung direkt in M365 integriert – mit Größenformaten, editierbaren Texten und vielem mehr. „Gerade für Präsentationen und Bilder ist der Designer-Anteil von Copilot ziemlich toll, aber den kennen noch gar nicht viele."
Tipp: Bevor ihr frustriert aufgebt: Schaut nach, welche Version ihr nutzt und welche Tools in eurem M365-Paket bereits stecken. Oft ist mehr drin, als man denkt.
Ja, ich will Power-User werden!
Mehr Infos2. Der Chat hat ein Gedächtnis – aber kein unbegrenztes
Ein häufiges Missverständnis: Viele gehen davon aus, dass die KI sich alles merkt. Stimmt – aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann sind die sogenannten Token aufgebraucht, und der Chatverlauf „läuft voll". Lucas Bischof erklärt: „Man muss Wege finden, das Wissen aus dem Chat zu persistieren – also zusammenzuschreiben und in einen neuen Chat mit rüberzunehmen.
Das klingt technisch, ist aber simpel: Am Ende einer langen Arbeitssitzung einfach eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Entscheidungen erstellen – und diese in den nächsten Chat als Startpunkt mitnehmen. So geht nichts verloren.
Tipp: Behandelt längere KI-Sitzungen wie ein Projekttagebuch. Was heute erarbeitet wurde, kurz festhalten – für morgen, für den nächsten Chat, für die Zusammenarbeit im Team.
3. Datensicherheit ist kein IT-Thema – es ist ein Alltagsthema
Sobald Copilot direkt mit Firmendokumenten arbeitet – E-Mails in Outlook, Tabellen in Excel, Texte in Word – stellt sich eine Frage, die viele noch gar nicht stellen: Darf ich das eigentlich? Lucas Bischof sieht hier eine klare Lücke in den meisten Unternehmen: „Eine Person, die Informationen verarbeitet, sollte überlegen: Auf welchem Level bin ich gerade unterwegs – und darf ich auf dem Level KI nutzen?"
Öffentliche Infos, interne Daten, vertrauliche Dokumente – das sind unterschiedliche Sicherheitsstufen, die auch beim KI-Einsatz eine Rolle spielen. Wer das nicht kennt, handelt unwissentlich riskant. „Das ist ein Thema, das momentan bei fast allen Firmen offen ist."
Tipp: Unternehmen sollten klare Richtlinien schaffen, welche Daten mit welcher KI bearbeitet werden dürfen und Mitarbeitende darin schulen. Nicht als Bremse, sondern als Grundlage für sicheres, selbstbewusstes Arbeiten.
Neugierig geworden? In unserem Kurs „Digital Workplace Power-User" lernt ihr nicht nur die Tools kennen – sondern auch, wie ihr sie richtig, sicher und effektiv einsetzt.
Ja, ich will Power-User werden!
Mehr Infos
Lucas Bischof ist Gründer der Chaperon GmbH und seit 25 Jahren in der IT zuhause – als Entwickler, Architekt, Berater und zuletzt IT-Leiter eines internationalen Hochschulverbunds. Seit vielen Jahren gibt er sein Wissen als Trainer beim WIFI Tirol und WIFI Oberösterreich weiter, aktuell mit Fokus auf KI und moderne Power-User-Kurse.
Teilen Sie hier unsere Blog-Seite: