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Lernen & Leben

Vom Elektromechaniker zur internationalen Managementkarriere

Thomas Blechinger ist heute CEO eines US-Industrieunternehmens

Seine Laufbahn begann mit einer Lehre zum Elektromechaniker. Heute ist Thomas Blechinger President & CEO eines US-Industrieunternehmens. Dazwischen liegen viele Jahre Berufserfahrung, internationale Stationen und eine akademische Weiterbildung, die seinen Blick auf Führung nachhaltig verändert hat.

Vom Lehrling entwickelte er sich über technische Aufgaben und Führungsfunktionen bis an die Spitze eines Unternehmens in den USA. Heute ist er President & CEO von Plasser American, trägt Verantwortung für rund 400 Mitarbeiter in Nordamerika und engagiert sich zusätzlich in verschiedenen Board- und Advisory-Funktionen. 

25 Jahre. 25 Erfolgsgeschichten. Schreib du die nächste! Die Grafik feiert ein Jubiläum und ermutigt den Betrachter, Teil einer fortlaufenden Erfolgsgeschichte zu werden. Die Botschaft ist klar und motivierend.

Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war seine akademische Weiterbildung zum Business Manager. 2013 schloss Blechinger den Universitätslehrgang mit einem MBA ab. Damals war er bereits in einer Führungsfunktion in Forschung und Entwicklung tätig. Er verfügte über viel technisches Wissen und internationale Praxiserfahrung, erkannte aber auch, dass für den nächsten Schritt etwas fehlte.

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Wenn Fachwissen allein nicht mehr reicht

„Mir wurde bewusst, dass erfolgreiche Führung weit mehr erfordert als fachliche Kompetenz“, erinnert sich Blechinger. Er wollte betriebswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen, strategischer denken und sich auf größere Führungsverantwortung vorbereiten. Das berufsbegleitende Studium ermöglichte ihm, diese Lücke zu schließen, ohne seine berufliche Tätigkeit aufzugeben.

Besonders prägend war für ihn die Erkenntnis, Unternehmen als Gesamtsystem zu betrachten. Nachhaltiger Erfolg entsteht nicht in einzelnen Abteilungen, sondern im Zusammenspiel von Strategie, Finanzen, Vertrieb, Entwicklung, Produktion und Unternehmenskultur.

Für den Techniker Blechinger vergleichbar mit einem Hochleistungsgetriebe, bei dem jedes Zahnrad präzise in das nächste greift. Im Zentrum steht dabei für ihn der Mensch: „Die beste Strategie bleibt wirkungslos, wenn es nicht gelingt, Menschen für eine gemeinsame Richtung zu begeistern und unterschiedliche Interessen auf ein gemeinsames Ziel auszurichten.“ Eine Erkenntnis, die seinen Führungsstil bis heute prägt.

Ein Baustein für den nächsten Karriereschritt

Vor seinem MBA war Blechinger Teamleiter für Software-Entwicklung in Forschung und Entwicklung. Danach wechselte er ins internationale Projektgeschäft und übersiedelte schließlich dauerhaft in die USA. Dort wurde er zunächst Vice President & General Manager und später President & CEO von Plasser American.

„Rückblickend war der MBA ein wesentlicher Baustein auf diesem Weg“, sagt er. Das Studium erweiterte seinen Horizont und bereitete ihn auf neue Führungsaufgaben vor. Heute reizt ihn neben der Gestaltung von Unternehmen vor allem die Entwicklung von Menschen sowie die Arbeit in internationalen Führungs- und Aufsichtsgremien.

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Nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten

Ein berufsbegleitendes Studium verlangt allerdings Einsatz. Welche Eigenschaften es dafür braucht? Blechingers Antwort ist klar: „Disziplin, Ausdauer, Neugier – und niemals aufgeben.“ Lernen am Abend oder an Wochenenden gehört dazu. Ebenso wichtig sei es, offen für neue Perspektiven zu bleiben und bereit zu sein, bestehende Überzeugungen zu hinterfragen.

Wer über eine Weiterbildung nachdenkt, sollte deshalb nicht zu lange auf die idealen Voraussetzungen warten: „Nicht auf den ,perfekten Zeitpunkt‘ warten, den gibt es nicht.“ Beruf, Familie und Studium gleichzeitig zu meistern, sei herausfordernd, aber gerade darin liege auch persönliche Entwicklung. „Die Investition in Bildung zahlt sich oft nicht sofort aus, aber langfristig vielfach.“

Wenn Berufserfahrung zur Basis für Bildung wird

Blechingers Geschichte zeigt zugleich, dass ein akademischer Karriereweg nicht zwingend mit Matura und klassischem Erststudium beginnen muss. Genau dafür steht das MBA-Studium Business Manager:in, den WIFI und die Universität Klagenfurt seit mittlerweile 25 Jahren gemeinsam anbieten. 

Das berufsbegleitende Masterstudium verbindet wissenschaftlich fundiertes Managementwissen mit hoher Praxisorientierung und schließt mit dem MBA ab. Auch Menschen ohne Matura können mit entsprechender Berufserfahrung Zugang zum Studium erhalten.

Für Blechinger ist gerade diese Durchlässigkeit von besonderer Bedeutung: „Mein eigener Weg begann mit einer Lehre als Elektromechaniker. Dass daraus eine internationale Managementkarriere als CEO eines US-Industrieunternehmens entstehen konnte, verdanke ich nicht zuletzt der Möglichkeit, Berufserfahrung und akademische Weiterbildung miteinander zu verbinden.“

Rund 3.000 Absolventinnen und Absolventen haben diesen Weg in den vergangenen 25 Jahren beschritten. WIFI und die Universität Klagenfurt stehen damit gemeinsam für eine Weiterbildung, die berufliche Erfahrung mit akademischer Qualifikation verbindet und neue Karriereperspektiven eröffnet. Thomas Blechingers Werdegang zeigt beispielhaft, wohin diese Verbindung führen kann. Oder, wie er es selbst formuliert: „Lebenslanges Lernen ist für mich kein Schlagwort, sondern eine Haltung.“

Sein erfolgreiches Studium war für ihn daher kein Endpunkt, sondern „ein wichtiger Meilenstein auf einer Reise, die bis heute andauert“.

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