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Es stimmt: Der Handel hat ein schlechtes Image.
Die Arbeitsbedingungen haben keinen guten Ruf. Außerdem befindet sich die Branche im Umbruch. Digitalisierung, veränderte Kundenerwartungen und der demografische Wandel verändern die Branche nachhaltig.
Es gibt aber auch positive Entwicklungen.
Händler, die auf moderne Store-Konzepte, Nachhaltigkeit und eine Verzahnung von Online- und Offline-Kanälen (Omnichannel) setzen, genießen ein sehr hohes und positives Ansehen. Innenstädte blühen nach Jahren der Verödung wieder auf, wie die ZEIT berichtet. Für engagierte Mitarbeiter:innen ist aber vor allem eines interessant: Die Chancen auf beruflichen Aufstieg waren lange nicht so gut wie heute.
1. Viele Führungskräfte gehen in Pension und müssen ersetzt werden
Eine der größten Herausforderungen für den Handel ist der Generationenwechsel. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer erreichen das Pensionsalter, gleichzeitig wird die Suche nach qualifizierten Fach- und Führungskräften immer schwieriger. Auch die OECD weist auf Fachkräfte- und Kompetenzengpässe im europäischen Handel hin.
Anders gesagt: Es entstehen mehr Chancen, als nachkommen.
Unternehmen suchen daher verstärkt Menschen aus den eigenen Reihen, die Verantwortung übernehmen möchten. Wer heute im Verkauf arbeitet, kann morgen bereits ein Team führen, einen Standort verantworten oder Vertriebsprozesse mitgestalten.
Neue Qualifikationen für den Handel ab 2027
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2. Gute Verkäufer:innen sind selten - und deshalb besonders wertvoll für Unternehmen
Online-Shops können vieles. Aber sie können nicht zuhören, Vertrauen aufbauen oder individuelle Lösungen finden.
Gerade weil Kund:innen heute besser informiert sind als je zuvor, steigen die Anforderungen an den persönlichen Verkauf. Gefragt sind Mitarbeiter:innen, die Bedürfnisse erkennen, professionell beraten und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zukunftsstudien, dass kommunikative Fähigkeiten, Problemlösungskompetenz und Kundenorientierung weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Die Zukunft gehört also nicht den Menschen mit den meisten Produktinfos. Die Zukunft gehört den Menschen, die Kund:innen überzeugen können.
3. Karrieren werden planbarer - durch Aus- und Weiterbildung
Viele erfolgreiche Führungskräfte im Handel haben eines gemeinsam: Sie haben ihre Praxiserfahrung gezielt durch Weiterbildung ergänzt.
Mit den höheren beruflichen Bildungsabschlüssen Sales Expert (für Abteilungsleitung) und Sales Professional (für Filialleitung) lassen sich genau jene Kompetenzen aufbauen, die moderne Handelsunternehmen suchen. Vom professionellen Kundenmanagement über moderne Vertriebsstrategien bis hin zu Führung, Steuerung und strategischer Vertriebsarbeit.
Die neuen Ausbildungen gibt es ab 2027. Wer mehr Verantwortung übernehmen will, sollte nicht auf die nächste Chance warten, sondern sich darauf vorbereiten.
Der Sales Professional schafft die fachliche Grundlage für den nächsten Karriereschritt im Vertrieb. Der Sales Expert richtet sich an Personen, die Führungsverantwortung übernehmen und Vertriebsprozesse aktiv gestalten möchten.
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