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Lernen & Leben

Zwischen Karriere, Kindern und Master

Berufsbegleitend studieren: Einfach machen!

100 Prozent im Job, Familie und ein berufsbegleitendes Master-Studium – und mittendrin wächst die Familie weiter: Die Schweizerin Tamara Schwarz-Marin, MSc, hat 2024 das Master-Studium Business Manager:in abgeschlossen. Heute ist sie Mitgründerin einer eigenen HR-Agentur. Ihre Geschichte zeigt, dass Weiterbildung nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten muss.

25 Jahre. 25 Erfolgsgeschichten. Schreib du die nächste! Die Grafik feiert ein Jubiläum und ermutigt den Betrachter, Teil einer fortlaufenden Erfolgsgeschichte zu werden. Die Botschaft ist klar und motivierend.

Der passende Weg zum akademischen Abschluss

Den klassischen Weg zum akademischen Abschluss hatte Tamara Schwarz-Marin ursprünglich nicht eingeschlagen. Nach der Matura startete sie direkt ins Berufsleben, baute ihre Karriere auf und bildete sich laufend berufsbegleitend weiter.

Im mittleren Management eines internationalen Konzerns angekommen, stellte sie jedoch fest, dass Erfahrung allein nicht immer alle Türen öffnet.

„Irgendwann im mittleren Management habe ich gemerkt, dass man bei gewissen Positionen trotz Erfahrung bereits früh im Recruitingprozess rausfällt, wenn der akademische Abschluss fehlt“, erinnert sie sich.

Gerade internationale Konzerne würden darauf nach wie vor großen Wert legen.

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Direkt einsteigen mit Berufserfahrung

Ein komplettes Studium von Grund auf neu zu beginnen, erschien der Schweizerin unrealistisch. Familie, Karriere und eine mehrjährige Studiendauer ließen sich nur schwer miteinander vereinbaren.

„Als ich dann erfahren habe, dass bei dieser akademischen Weiterbildung aufgrund der Berufserfahrung und bisherigen Weiterbildungen ein direkter Einstieg in den Master möglich ist, habe ich nicht lange überlegt und mich gemeinsam mit einer Freundin sofort angemeldet.“

Ausschlaggebend für die Entscheidung, in Vorarlberg berufsbegleitend zu studieren, war auch die Aussicht auf einen international anerkannten Abschluss, der ebenso in der Schweiz anerkannt wird.

Familienzuwachs in der Studienzeit

Als Schwarz-Marin ihr Studium begann, war sie bereits Mutter einer Tochter und seit mehreren Jahren im mittleren Management tätig.

Nach dem ersten Studienjahr kam ihr zweites Kind zur Welt. Zur Defensio ihrer Masterarbeit trat sie bereits mit Baby Nummer drei im Bauch an. Gleichzeitig arbeitete sie in der Schweiz weiterhin Vollzeit.

„In meinem Studienjahr haben mich wahrscheinlich einige für ein bisschen wahnsinnig gehalten: kleine Kinder, 100 % arbeiten, Studium – und zwischendurch noch zwei weitere Kinder bekommen.“

Möglich gewesen sei das vor allem durch die Unterstützung ihrer Familie.

Eine wichtige Erkenntnis aus dieser intensiven Zeit:

„Manchmal ist ,gut‘ auch einfach gut genug.“

Nicht immer müsse alles perfekt sein.

Von der Theorie zur unternehmerischen Praxis

Besonders in Erinnerung geblieben ist Schwarz-Marin, die als Wahlfach General Management gewählt hatte, ein zweitägiges Simulationsszenario am Ende des Studiums. Dabei wurde greifbar, wie viele der erarbeiteten Inhalte in der Unternehmenspraxis zusammenspielen.

Auch ein Fachgebiet, mit dem sie zunächst wenig anfangen konnte, zeigte plötzlich seine Bedeutung:

„Da merkt man dann zum Beispiel auch, dass Finanzbuchhaltung und das Verstehen von Zahlen gar nicht so unwesentlich sind, wenn man ein Geschäft führt – egal, ob man einen Buchhalter hat oder Zahlen sonst nicht unbedingt zu seinen besten Freunden zählen.“

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Mit dem Master zur Selbstständigkeit

Gemeinsam mit einer langjährigen Kollegin und Mitstudentin entschied sich Schwarz-Marin, ihre über viele Jahre gesammelte Erfahrung für ein eigenes Unternehmen zu nutzen.

2026 gründeten die beiden mit „no dHRama“ ihre eigene HR-Agentur. Heute beraten und unterstützen sie Unternehmen in den Bereichen HR, Payroll, Interim Management und Transformation.

Für Schwarz-Marin war das Studium dabei mehr als eine zusätzliche Qualifikation:

„Für mich war der Master damit sicherlich auch ein weiterer Baustein und letztlich ein Stück weit der Mut, den nächsten Schritt zu gehen.“

Rund 3.000 Erfolgsstorys in 25 Jahren

Tamara Schwarz-Marins Geschichte ist eine von rund 3.000 Erfolgsgeschichten, die aus der mittlerweile 25-jährigen Zusammenarbeit zwischen dem WIFI-Verbund und der Universität Klagenfurt hervorgegangen sind.

Der berufsbegleitende Universitätslehrgang MBA Business Manager:in verbindet wissenschaftlich fundierte Managementausbildung mit konsequentem Praxisbezug.

Seit einem Vierteljahrhundert eröffnet die Kooperation Berufstätigen die Möglichkeit, auf ihrer bisherigen Erfahrung aufzubauen, ihre Managementkompetenzen weiterzuentwickeln und einen akademischen Abschluss zu erwerben.

Ein Konzept, das zeigt: Weiterbildung muss nicht bedeuten, das bisherige Leben auf Pause zu stellen.

Einfach entscheiden, einfach anfangen!

Was würde Schwarz-Marin Menschen raten, die überlegen, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen?

Ihre Antwort ist so unkompliziert wie überzeugend:

„Einfach ausprobieren. Aufhören kann man jederzeit – aber es gar nicht erst versucht zu haben, wäre für mich der viel größere Fehler.“

Sie selbst würde es jederzeit wieder machen.

„Vieles davon hilft einem nicht nur beruflich, sondern irgendwann auch ganz generell im Leben.“

Vielleicht gibt es also tatsächlich nicht den perfekten Zeitpunkt für ein berufsbegleitendes Studium. Aber es gibt den Zeitpunkt, an dem man sich entscheidet, anzufangen.

Und der könnte genau jetzt sein.